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Projekt

Beschaffung eines 9-Sitzer-Rollstuhlbusses mit Elektroantrieb

Unterstützung für die Klienten des Haus KoMeT, zugleich neues Mobilitätsangebot für die Schwimmsparte des TSV Rot Weiß Niebüll und das Hotel Landhafen

Projektträger: Haus KoMeT gGmnH
Projektgesamtkosten: 119.648,55 €Brutto
Fördersumme: 74.625,00 €
Vorstandsbeschluss: 25.August 2026
Projektziele:

  • Einsatz erneuerbarer Energien oder Einsatz neuer Verfahren und Konzepte zur Wärmeversorgung
  • Verbesserung der nachhaltigen Mobilität für alle in der Region (insbesondere Kinder und ältere Menschen)
  • Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen
  • Förderung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe für alle in der Region

Projektbeschreibung

Ausgangslage

2016 wurde durch die „Haus KoMeT gGmbH“ das Projekt ambulant-betreutes Wohnen für junge Erwachsene mit Körper- und Mehrfachbehinderungen in Niebüll gestartet, um gezielt die Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe der Betroffenen zu unterstützten. Aktuell sind 20 Mitarbeitende sozialversicherungspflichtig sowie eine Mitarbeiterin geringfügig beschäftigt.

Die Fachkompetenz des Teams für die Förderung von Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen schließt Kenntnisse zu den Voraussetzungen für Mobilität und Teilhabechancen der Betroffenen ein. Für die Mobilität der im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesenen Menschen sind Gemeinschaftserlebnisse wie die Teilhabe an kulturellen, sportlichen Aktivitäten an die Verfügbarkeit von angepassten Fahrzeugen gebunden. So muss die Möglichkeit bestehen, Menschen, die nur im Rollstuhl transportiert werden können, mit Hilfe einer Hebebühne den Zugang und mit spezieller Befestigung eine sichere Mitfahrt zu ermöglichen. Ein solches Fahrzeug sollte zudem sowohl von mehreren Rollstuhlfahrern als auch Begleiterinnen zugleich genutzt werden können, um die Assistenz vor, während und nach der Fahrt sicher zu stellen.

Seit 2022 wohnen 9 Klienten im Haus KoMeT in Niebüll. Ihre Mobilität soll mit dem beantragten E-Bus für Rollstuhlfahrer entscheidend verbessert werden.

Im Alltag sind es vornehmlich die Fahrten der Bewohner zum Einkaufen für den persönlichen Bedarf. Das sind wichtige Gelegenheiten, bei denen die Klienten des Hauses, in der Regel Menschen mit größerem Unterstützungsbedarf, mit so viel Eigenaktivität wie möglich die Einkaufssituationen bewältigen lernen. Mit dem E-Bus sollen 2 – 3 Einkaufsfahrten in der Woche durchgeführt werden. Zur Förderung der Klienten gehört zudem das Schwimmtraining und die Reittherapie, die jeweils 1x pro Woche in der Gruppe stattfinden.

Für die ärztliche Versorgung sind Fahrten auch über die Region hinaus erforderlich, zu Kliniken und Fachärzten z. B. in Schleswig, Kiel, Lübeck, häufig für mehr als 3 Klienten. Erfahrungsgemäß sind dies etwa 3 Fahrten / Monat.

Ausflüge in der Freizeit und größere Transfers anlässlich von Kurzurlauben standen immer unter dem Vorbehalt, dass auf Fahrzeuge der Eltern / Betreuer zurückgegriffen werden musste, was nicht als Dauerlösung funktionieren kann und mit dem beantragten Bus nicht mehr nötig sein wird.

Projektziele / Entwicklungsziele

Die Anschaffung des 9-Sitzer-Rollstuhlbusses mit Elektroantrieb verbessert die Situation des Klienten des „Haus KoMeT“.

Zur gesteigerten Auslastung des Fahrzeuges sind darüber hinaus für die Zeiten, in denen der Bus nicht durch das Haus KoMeT genutzt wird, Kooperationen mit dem „Hotel Landhafen“ und dem Schwimmteam des TSV Rot-Weiß Niebüll geschlossen worden. Somit können Gäste des Hotels, die auf einen Rollstuhl und Assistenz angewiesen sind, den Bus zum Selbstkostenpreis für kleinere Ausflüge nutzen. Auch ist der Einsatz des Rollstuhlbus für Fahrten zu Wettkämpfen des Schwimmteams des TSV Rot-Weiß Niebüll innerhalb von S-H geplant.

Wirkung der Maßnahme

Das „Haus KoMeT“ erhält eine ausreichende Transportkapazität für 4 Rollstuhlfahrer, sodass den Mobilitäts- und Teilhabeanforderungen der Klienten besser begegnet werden kann. Durch die gemeinsame Nutzung des 9-Sitzer-Rollstuhlbusses mit Elektroantrieb durch die Kooperationspartner werden ganz konkret vor Ort Nachhaltigkeitsziele erreicht, wie sie durch die Vereinten Nationen beschrieben sind. Zudem ersetzt der Einsatz des Rollstuhlbusses mit Elektroantrieb die noch üblichen Verbrennerfahrzeuge in diesem Segment und kann den Ausstoß schädlichen CO2 verringern, da er am „Haus KoMeT“ direkt über eine eigene PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes geladen wird.